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Am 14.10.2025 luden UN Women Deutschland und die Bundesstiftung für Gleichstellung, zusammen mit der kanadischen Botschaft (Berlin) als Gastgeberin, zur Internationalen Konferenz Beijing +30. Damit wurde dem Pekinger Abkommen von 1995 gewürdigt, welches bis heute ein umfassendes Konzept zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung von Frauen und Mädchen bietet. Das Dokument definiert eine Maßnahmenliste mit dem Ziel, so dass jede Frau und jedes Mädchen ein Leben frei von Gewalt und Diskriminierung führen und ihre Rechte verwirklichen kann.

Begrüßt wurde durch die drei Gastgeber. Zunächst durch die kanadische Botschafterin Evelyne Coulombe. Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung, betonte die Aktualität der Pekinger/Beijing Plattform, welche aus Absichten Politik macht. Dr. Angela Langenkamp, Vorsitzende von UN Women Deutschland, betonte, dass die Gleichstellung der Geschlechter keine Selbstverständlichkeit ist. Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Stiftungsratsvorsitzende der Bundesstiftung Gleichstellung, ergänzte die Begrüßung mit dem Hinweis den bestehenden Herausforderungen hinsichtlich geschlechtsspezifischer Gewalt und der Beseitigung wirtschaftlicher Nachteile bei Frauen, begegnen zu müssen.

Frau Vesna Jaric von UN Women Partnerships gab einen Überblick über 30 Jahre Beijing. Obwohl seit 1995 global betrachtet viel erreicht wurde, gibt es immer noch akuten Handlungsbedarf. Ein Beispiel ist die Repräsentation von Frauen in Parlamenten: Obwohl sich bis heute die Anzahl verdoppelt hat, sind immer noch dreiviertel der Positionen mit Männern besetzt. Im selben Zeitraum wurden 1531 Gesetze zur Gleichberechtigung eingeführt, dennoch haben nur 64% der Frauen die gleichen Rechte wie Männer.

Nach einem Interview mit Dr. Regina Frey und Dr. Arn Sauer von der Bundesstiftung Gleichstellung folgte eine Podiumsdiskussion mit Mai Ali Shatta und einer weiteren Frauenrechtlerin. Die beiden schilderten eindrucksvoll und dramatisch einen von Gewalt und Einschränkungen geprägten Alltag von Frauen im Sudan und in Afghanistan.

Die Veranstaltung endete mit einem kurzen Empfang, welcher die Möglichkeit zum Austausch der Teilnehmer und zur Stärkung des Netzwerkes gegen antifeministische Strömungen bot.

Dr.-Ing. Nicole Schillo – Delegierte des dib bei UN Women

Foto (Credit: Mari Vass)