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V05: Mut zur Veränderung: Warum gründet eine Ingenieurin eine regionale Wollmanufaktur?

Die Kasseler Wollmühle Fullewolle stellt sich vor und erzählt, wie aus einer Idee ein lebendiger Manufakturbetrieb geworden ist, der regionale Wertschöpfung, Ressourcenschonung und altes und neues Wissen miteinander verbindet. Rohwolle/Schafschurwolle ist heute zum überwiegenden Teil ein Abfallprodukt und Kostenfaktor für die Schäfereien, als „tierisches Nebenprodukt“ sogar Sondermüll, wenn sie nicht verarbeitet wird. Dabei ist sie ein wertvoller nachwachsender Rohstoff mit spannenden Eigenschaften und Schafe sind aus der Landschaftspflege nicht wegzudenken. Dennoch fehlt es an Betrieben, die diese Wolle aufbereiten, vor allem individuell und nicht industriell – im handwerklichen Maßstab. Diese Erkenntnis war der Stein, der die Gründung der Fullewolle in Rollen gebracht hat. In der Wollmühle Fullewolle wird vor allem regionale Rohwolle, nach den Vorgaben der entsprechenden EU-Richtlinie, gewaschen und kardiert, der Anfang der textilen Prozesskette direkt nach der Schafschur. Aus Sondermüll wird ein handelsfähiger Rohstoff, der vielfältig weiterverarbeitet werden kann. Die möglichen Einsatzbereiche sind groß und gehen beispielsweise von Kissen- und Bettdeckenfüllungen, über Filzen und Spinnen, bis hin zu technischen Einsatzmöglichkeiten.

Die Referentin: Astrid Nolte

  • Nach dem Innenarchitekturstudium an der FH Lippe Detmold (Abschluss 1995) mehrere Jahre in Berlin tätig
  • Architekturstudium und anschließende Tätigkeit als Dipl.-Ing. Architektur in Kassel mit mehr als 20 Jahren Erfahrung
  • 2024 Gründung der Wollmühle Fullewolle mit einer Rohwollwäscherei und Wollkarderei– mit Fokus auf nachhaltiges Arbeiten – regionaler Wolle, als nachwachsendem Rohstoff, wieder Wert geben 
  • 2024 Ausgezeichnet mit dem Zukunftspreis Handwerk der Handwerkskammer Kassel im Rahmen des Gründerwettbewerb Promotion Nordhessen