E06: Besuch im Museum für Sepulkralkultur mit TODOMAT
Am Sonntag laden wir ab 14:30 Uhr zu einem besonderen Abschluss der Jahrestagung 2025 des deutschen ingenieurinnenbundes (dib) e.V. ein: Ein Besuch im Museum und Zentralinstitut für Sepulkralkultur in Kassel.
Dieses 1992 eröffnete Haus ist weltweit einzigartig – die einzige unabhängige, ausschließlich kulturellen und wissenschaftlichen Maßstäben verpflichtete Institution, die sich mit dem gesamten Spektrum des Todes befasst. Träger ist die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V.. Themenschwerpunkte sind Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken – dargestellt in außergewöhnlichen Dauer- und Sonderausstellungen, die berühren, zum Nachdenken anregen und neue Blickwinkel eröffnen.
Ein Highlight unseres Besuchs: die Vorstellung des „Todomat“. Dieser umfunktionierte Fahrkartenautomat konfrontiert Besucherinnen spielerisch, aber eindringlich mit den letzten Fragen des Lebens:
- Was soll mit meinem Körper nach dem Tod geschehen?
- Wie mit meinen Daten, Dingen und Geheimnissen?
- Wie soll mein Abschied aussehen – und wie möchte ich in Erinnerung bleiben?
Entwickelt von Zukunftsforscherin Jasmin Jossin und einem interdisziplinären Team im Projekt Urbane Xtopien, ist der „Todomat“ ein digitaler Hinterlassenschaftskonfigurator – und inzwischen auch unter www.todomat.org online nutzbar.
Das Museum bietet nicht nur Einblicke in diese interaktive Installation, sondern auch in die spannenden, teils unerwarteten Facetten unseres gesellschaftlichen Umgangs mit dem Tod.