W11: KI verstehen, KI gestalten: Effizienz, Offenheit und unsere Verantwortung
Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Automatisierung und neue Erkenntnisse, doch nicht alle KI-Modelle sind gleich, und nicht alle Nutzerinnen haben gleichen Zugang zu ihren Möglichkeiten und Risiken. Dieser Workshop verbindet aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich der KI-Effizienz mit Fragen von Gerechtigkeit und informierter Nutzung.
Im ersten Teil werden praktische Erkenntnisse zu Large Language Models (LLMs) vorgestellt: Wie wirkt sich Quantisierung auf die Modellqualität aus? Wann reichen kleine, ressourcenschonende Modelle aus – und wann nicht? Ressourceneffiziente Modelle können den Zugang zu KI-Technologie demokratisieren und damit aktiv zu mehr Gleichstellung beitragen. Modelle wie OLMo 3 (vollständig open source) und Llama 4 (open weight) sind Beispiele, wie Transparenz und offener Zugang zu KI-Technologie neue Möglichkeiten schaffen, für Forschung, für kleinere Organisationen und für Regionen, die nicht über die Rechenkapazitäten der großen Tech-Konzerne verfügen.
Im zweiten Teil weiten wir den Blick: Welche eigenen Stärken bringt Europa ein, durch Regulierung, Werteorientierung und offene Forschungsformate? Wie können Ingenieurinnen und MINT-Frauen ihren Einfluss in der KI-Entwicklung gezielt geltend machen? Der Workshop lädt zur gemeinsamen Reflexion ein: Was bedeutet Gerechtigkeit im Zeitalter der KI und wie gestalten wir sie aktiv mit?
Die Referentin: Ariana Sahitaj
Nach ihrem Masterabschluss in Information Systems Management an der Technischen Universität Berlin promoviert Ariana Sahitaj seit September 2026 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dort forscht sie im EU-geförderten Forschungsprojekt FIMI-RESIST zu Desinformation und Foreign Information Manipulation and Interference (FIMI). Bereits während ihres Studiums publizierte sie im Bereich Künstliche Intelligenz und Natural Language Processing mit Schwerpunkt auf Desinformation, Propaganda Detection und Fact-Checking. Von der Gesellschaft für Informatik wurde sie 2025 mit dem Women Informatics Thesis Award ausgezeichnet. 2026 erhielt sie das female upgreat Stipendium der Bechtle Stiftung.